Zukunftsfähige Kompetenzen spielerisch erlernen: Die FIRST LEGO League macht’s möglich!

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Junge Menschen für MINT Themen begeistern und sie spielerisch an Digitalisierung, Wissenschaft und Forschung heranführen – Wer schon einmal beim weltweiten Roboter- und Forschungswettbewerb FIRST® LEGO® League dabei war, kann hautnah miterleben, wie viel Neugierde, Forschungsdrang und Lust auf das Erkunden der digitalen Welt in jungen Menschen steckt!

Bernhard Hofer

Weltweit treten über 1.000 Schülerteams beim Roboter- und Forschungswettbewerb an. Am Samstag, 16. Dezember 2017 findet der diesjährige Wiener Regionalwettbewerb im SAP Gebäude in der Lassallestraße 7b statt. 14 Teams mit insgesamt 140 SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich die drei begehrten Plätze für das Semifinale in Bregenz zu sichern und sich anschließend für das für Zentraleuropa-Finale in Deutschland zu qualifizieren. Für die besten Teams geht es dann weiter zu den internationalen Wettbewerben der FIRST® LEGO® League.

Fähigkeiten wie Kreativität, soziale Intelligenz, digitales Denken, (virtuelle) Zusammenarbeit und lösungsorientiertes Handeln werden immer wichtiger. Die FIRST® LEGO® League bietet SchülerInnen die Möglichkeit, diese grundlegenden Kompetenzen auf spielerische Art und Weise zu erlernen und sich gegenseitig im Zuge eines Wettbewerbs zu messen. Dadurch bildet sie einen optimalen Ausgangspunkt für die Entwicklung zukunftsfähiger Kompetenzen. Als Gründer und Geschäftsführer unserer sozialen Lernplattform talentify.me, habe ich mich im Vorjahr dazu entschieden, gemeinsam mit der SAP Österreich die FIRST® LEGO® League wieder zurück nach Wien zu holen und Wiens SchülerInnen dadurch die Möglichkeit zu geben sich im außerschulischen Rahmen erste Schlüsselqualifikationen für die Berufe des 21. Jahrhunderts anzueignen. Das alles kombiniert mit Teamgeist, Kreativität und der spannenden Atmosphäre eines Sportevents.

Damit möchten wir den Nachwuchs ermuntern, sich spielerisch mit komplexer Technik auseinanderzusetzen und gleichzeitig als ForscherInnen von morgen innovative Ideen zu entwickeln. Mit der SAP haben wir einen engagierten Partner gefunden, der als weltweiter Anbieter von Informationstechnologie durch die Ausführung der FIRST® LEGO® League einen aktiven Beitrag zu Bildung, Technologie und Innovation leistet. „Das Programm hilft Kindern, die Welt mit anderen Augen zu sehen und zu erkennen, welche Technologien zusammenspielen müssen, damit Technik funktioniert“, erläutert Rudi Richter, Managing Director der SAP Österreich.

Die Kombination aus Forschungs- und Roboterwettbewerb macht das Bildungsprogramm FIRST® LEGO® League für mich einzigartig, da die SchülerInnen in unterschiedlichen Disziplinen gefordert werden und es in ihrem Verantwortungsbereich liegt, diese innerhalb des Teams untereinander aufzuteilen.

Aus folgenden zwei Teilen besteht der Wettbewerb:

  • Im praktischen Teil bauen alle Teams einen auf LEGO Mindstorms basierenden, selbstständig agierenden Roboter. Zusammen mit ihm bewältigen sie knifflige Aufgaben.
  • Im theoretischen Teil erarbeiten die Teams eine Forschungsfrage und Präsentation zu einem übergeordneten Thema – die diesjährige Saison steht unter dem Motto: HYDRO DYNAMICS. Die SchülerInnen setzen sich mit Fragen wie Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser auseinander und untersuchen verschiedene Wasserkreisläufe. Ziel dabei ist es, eine innovative Lösung für eine vom Team selbst identifizierte Problemstellung zu entwickeln. Die Projekte der SchülerInnen werden vor einer Fachjury präsentiert. VertreterInnen aus der Wirtschaft, Forschung und des Schulwesens werden in dieser Jury sitzen und die Ergebnisse der SchülerInnen prämieren. Neben Fabian Zeeb, Co-Founder und CIO des IT-Unternehmens techbold, wird auch Paul Kolarik, Geschäftsführer der Kolariks Luftburg in der Jury Platz nehmen. Weiters wird Daniel Kloimstein, Leiter des Robot College des Wifi Oberösterreich als Fachjuror tätig sein.

Bereits im Vorjahr war es eine berührende und auch spannende Erfahrung, Wiens SchülerInnen beim Regionalwettbewerb in Wien zu erleben. Volle Konzentration, Ehrgeiz, Teamgeist und viele Emotionen werden in den SchülerInnen geweckt, vor allem dann wenn es um die begehrten Plätze geht, um sich für das Österreich Finale zu qualifizieren.

Was macht die FIRST® LEGO® League für das Zeitalter der Digitalisierung so relevant?

  • Dem akuten IT-Fachkräftemangel in Österreich wird aktiv entgegenwirkt, indem frühzeitig das Interesse für MINT Berufe in den SchülerInnen geweckt wird. Unterrichtsfächer, die in der Schule oft unbeliebt sind, werden durch die FIRST® LEGO® League spannend aufbereitet.
  • SchülerInnen können durch die Teilnahme an der FIRST® LEGO® League ihren Lebenslauf schon sehr früh aufwerten und verlieren die Scheu davor, sich in einer Wettbewerbssituation vor Publikum zu präsentieren.
  • Durch die Vergabe der SAP Stipendien können auch jene SchülerInnen teilnehmen, die aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen. Die FIRST® LEGO® League zeigt ihnen neue Perspektiven und Chancen für ihren weiteren (beruflichen) Lebensweg auf. Mit talentify.me ist es mein Ziel, ein nachhaltiges Peer-to-Peer Online-Netzwerk zu etablieren, das jungen Menschen dabei hilft, ihr volles Potenzial zu entfalten – unabhängig vom sozialen oder finanziellen Hintergrund der Eltern. Mit der FIRST® LEGO® League haben mein Team und ich eine zusätzliche Möglichkeit gefunden, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen
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Mag. (FH) Bernhard Hofer ist Geschäftsführer von talentify.me. Die Idee der Lernhilfe zwischen SchülerInnen entstand vor knapp 15 Jahren, als Bernhard Hofer, Geschäftsführer und Gründer von talentify.me mit drei Mitschülern der HTL Innsbruck die Junior Company „Easy Learning – Schüler helfen Schülern“ entwickelte. Nach seinem Studium und einigen Jahren Berufserfahrung griff er die Idee 2014 wieder auf und so entstand das Sozialprojekt talentify.me. Mittels Onlineplattform und Apps unterstützt talentify.me österreichweit die Lernhilfe von SchülerInnen für SchülerInnen und fördert gezielt Talente. Österreichweit hat talentify.me rund 3.500 aktive NutzerInnen; insgesamt sind bereits 10.000 SchülerInnen registriert.

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