Der Weg ist nicht das Ziel

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Mobilität verändert sich. Vor uns liegt eine Mobilitätswende, bei der die Kombination von öffentlichem Verkehr und Sharing-Angeboten den privaten Autos den Rang ablaufen werden. 

Gregor Fischer

Nichts ist besser als Beamen

Mal ganz ehrlich, der viel zitierte Weg ist doch nicht wirklich das Ziel. Tatsächlich wollen wir pünktlich und entspannt an unserem Ziel ankommen und müssen den dafür erforderlichen Weg zurücklegen. Nachdem Beamen noch SciFi-Besatzungen vorbehalten ist, gilt es täglich aus einer Vielzahl von Angeboten das – nach Beamen – zweitbeste Angebot auszuwählen.

Die Wahl der Mobilitätsform ist etwas sehr Persönliches, denn jeder hat unterschiedliche Gewohnheiten und Präferenzen. Für den einen ist eine Zugfahrt entspannend, andere möchten lieber mit dem eigenen Auto fahren oder sind am liebsten sportlich mit dem Fahrrad unterwegs. Doch selbst diese Gewohnheiten sind nicht in Stein gemeißelt, sondern verändern sich je nach Situation (Mitreisende, Wetter, Zeitdruck, u.v.m.).

Unser Mobilitätsbedürfnis ist im höchsten Maße individuell und situativ.

Einer entscheidet – Der Kunde

Es gibt viele unterschiedliche Wege, um ans Ziel zu kommen. Mit wegfinder geben wir diesen nicht vor, wir versuchen auch nicht ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen. Unser Ziel ist es, das vielfältige und wachsende Mobilitätsangebot Österreichs sichtbar und einfach zugänglich zu machen. Infos über Reisedauer und Preis sollen dabei eine gute Vergleichsbasis liefern, genauso wie die Darstellung der relevanten Strecken- und Verkehrsmitteldetails wie zum Beispiel der Akkuladestand. Die Entscheidung trifft letztendlich immer der User.

Wien ist die am besten entwickelte Stadt Österreichs in punkto Mobilität: Der öffentliche Verkehr wird stark genutzt und in Wien gibt es die meisten alternativen Mobilitätsangebote des Landes. Besonders die Sharing-Angebote erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie ermöglichen jene Individualität im Mobilitätsmix, die früher nur ein eigenes Kfz bieten konnte.

Mobilität endet nicht an der Stadtgrenze

Doch auch außerhalb der Bundeshauptstadt ist das Potential für Sharing-Angebote gegeben: Laut VCÖ sind an einem durchschnittlichen Werktag in Österreich nur höchstens zehn Prozent aller Pkws gleichzeitig unterwegs. Der Ausbau von Car-Sharing-Angeboten, sowie Micro-ÖV Angebote können im ländlichen Raum eine gute Alternative darstellen, um langfristig Zweit- und Drittautos ohne Einbußen zu ersetzen. Während ein nicht genutztes Auto unbeschäftigt herumsteht, könnte es in dieser Zeit auch von anderen Personen sinnvoll genutzt werden. Anbieter wie Drivy und carsharing24/7 ermöglichen es Fahrzeugbesitzern ihr Auto temporär zu vermieten und sich damit auch einen Teil der Kosten zu refinanzieren.

Es liegt bei jedem einzelnen zu entscheiden, ob er weiterhin ein eigenes Auto finanzieren und instand halten möchte, oder stattdessen ein Fahrzeug „on demand“ nutzt.

Auch der „Stadtmensch“ bewegt sich gelegentlich jenseits der Stadtgrenzen. Spätestens dann stellt sich die Frage nach einer guten Alternative zum eigenen Auto. Hier spielen Zug- und Busverbindungen eine wesentliche Rolle, doch diese Wege enden meist bei der Ankunft an einer Station und nicht bei der Eingangstür des Reiseziels. Unterstützung bei der „letzten Meile“ ist gefragt: Wir sehen großes Potenzial für Car-Sharing, Bike-Sharing, Scooter-Sharing, Shuttle-Services, die gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung genutzt werden.

Eine diskriminierungsfreie Mobilitätsplattform für ganz Österreich

Wir von wegfinder arbeiten ständig daran den wachsenden Mobilitätsmarkt in einer einzigen App für alle zugänglich zu machen. Um dies für Stadt und Land zu verwirklichen, werden laufend weitere Anbieter von Mobilitätsangeboten eingebunden. Wir sind eine diskriminierungsfreie Plattform, die auch kleineren Mobilitätsanbietern die Chance gibt an diesem wachsenden Markt zu partizipieren und ihr Angebot einer breiten Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Die Vielfalt der Anbieter und Services sollen dabei den so unterschiedlichen Bedürfnissen der Reisenden entgegenkommen. Ob für Geschäftsreisen, Pendelstrecken, Freizeitaktivitäten, Umzüge oder spontane Arztbesuche – es ist wichtig all seine Möglichkeiten zu kennen.

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Gregor Fischer ist Geschäftsführer der iMobility GmbH, die die App wegfinder betreibt und weiterentwickelt. 2015 wurde das Unternehmen von der ÖBB und dem Startup-Investor Speedinvest gegründet und 2017 zu 100% von der ÖBB Holding AG übernommen. Das junge Unternehmen besteht derzeit aus 15 MitarbeiterInnen und stellt Kundenorientierung und agile Arbeitsprozesse in den Vordergrund.

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