Brücke zwischen Technologie und öffentlichem Sektor bauen

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Die Digitalisierung stellt uns als Gesellschaft, Unternehmen, oder Verwaltung vor besondere Herausforderungen. Technologische Entwicklungen der letzten Jahre erhöhen die Komplexität und verlangen vielfach nach neuen Lösungen. Dies wirkt sich auch auf das politisch-administrative System aus, das zusehends unter Druck gerät. So entscheiden etwa politische Mandatare kontinuierlich über die Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens. Aber die Hintergründe und technische Details sind oft so komplex, dass die handelnden Personen überfordert wirken – Stichwort: „Zuckerberg-Hearing“

Peter Grabner, FH Campus Wien @Schedl

Technologie, Kommunikation, Politik und Wirtschaft gemeinsam denken

Es wird in Zukunft Personen brauchen, die in der Lage sind den Graben zwischen Technologie und Organisation (Unternehmen, Verwaltungseinheit, Politik, etc.) zu überbrücken und damit eine „Übersetzerfunktion“ zu IT-Experten einzunehmen. Sie müssen auch in der Lage sein, Technologie zu kommunizieren – sei es im Rahmen der internen Kommunikation oder via Medien nach außen. Die Aufgabe technologischen Fortschritt zu erklären betrifft verschiedenste Berufsgruppen: von PressesprecherIn über die interne Kommunikation bis zu den MitarbeiterInnen eines Chief Digital Officers.

 

 

 

Die Verknüpfung dieser Bereiche dient der Unterstützung der professionellen Bewältigung. Das gilt für die Privatwirtschaft aber insbesondere für das politisch-administrative System. Daher beschäftigen wir uns einerseits auf Basis einer soliden technischen Grundausbildung mit Trends wie Künstlicher Intelligenz, Blockchain und Big Data und andererseits mit einem modernen Ansatz für externe und interne Kommunikation bis zum datengetriebenen Campaigning.

Neuer Masterlehrgang: Digitalisierung, Politik und Kommunikation

Wir haben darauf reagiert und ein neues Studienangebot entwickelt, das einer veränderten Arbeitswelt Rechnung trägt: der Masterlehrgang Digitalisierung, Politik und Kommunikation betont die Notwendigkeit, die heute oftmals getrennt betrachteten Bereiche Technologie, Kommunikation, Politik und Wirtschaft zusammen strategisch zu denken, zu entwickeln und zu planen. Der Start des österreichweit einzigartigen Studienangebots ist im Herbst 2019.

Ziel ist es, Experten zur Verfügung zu stellen, die einen Beitrag zur Realisierung der digitalen Potenziale leisten können und auch über die technischen und kommunikativen Fähigkeiten verfügen, um über Projekte wie z.B. E-Government-Lösungen oder etwa im Bereich der Partizipation den Menschen den Zugang zur Politik, Verwaltung oder Unternehmen zu erleichtern. Diese Verbindung ist notwendig, um zentrale Probleme in konsistenter Weise zu identifizieren, zu analysieren sowie entsprechende Handlungsoptionen aufzuzeigen. In einer zunehmend digitalen Gesellschaft braucht es Personen, die über die technischen Grundlagen verfügen, um die Zukunftsfragen beantworten zu können. Der Lehrgang bildet Menschen aus, die diese Diskussionen sachlich fundiert führen können.

Gemeinsam von Politik, Verwaltung und Wirtschaft entwickelt

Das didaktische Konzept orientiert sich an einem erfolgreichen Studienprogramm der FH Campus Wien, dem Masterlehrgang Führung, Politik und Management Ein erprobter Blended Learning Ansatz ermöglicht es Menschen, die bereits intensiv in ihrem Beruf tätig sind, sich persönlich sowie fachlich weiter zu entwickeln und weiterhin in ihrem Beruf, trotz des zusätzlichen Aufwandes für das berufsbegleitende Studium, exzellente Leistung zu bringen. Die Lehrveranstaltungen werden an Wochenenden geblockt. Der neue Masterlehrgang wurde gemeinsam von Politik, Verwaltung, Medien und Wirtschaft entwickelt und zeichnet sich durch einen massiven Praxisbezug aus. Unsere Lehrenden sind Top-Fach- und Führungskräfte, die aktuelle Themen aus ihrer erfolgreichen Berufspraxis einbringen können.

Nachdenken über eine „digitale Demokratie“

Am Lehrplan stehen Angewandte Politikwissenschaft, integrierte Kommunikation und Informationstechnologien. Die Studierenden setzen sich zudem mit BürgerInnenbeteiligung und dem Spannungsfeld zwischen Technik und Gesellschaft auseinander, um ihren Beitrag zur Realisierung digitaler Potenziale zu leisten. Ethik und Recht nehmen einen zentralen Stellenwert im Curriculum ein und liegen allen Themenfeldern zugrunde.

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FH-Prof. Mag. Dr. Peter Grabner unterrichtet seit 2007 an der FH Campus Wien und ist seit acht Jahren Lehrgangsleiter des erfolgreichen Masterlehrgangs „Führung, Politik und Management“. Er wird ab September 2019 den neuen Masterlehrgang „Digitalisierung, Politik und Kommunikation“ leiten. Peter Grabner studierte Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaften in Wien und Stockholm und bekam seine Professur für Komplexitäts- und Risikomanagement.