Corporate Innovation: Können Startups die Innovationsprozesse der Konzerne beschleunigen?

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Die Politikerin und ehemalige HP-CEO Carly Fiorina hat es auf den Punkt gebracht: „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“ Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung. Dabei werden bestehende Märkte verändert und teilweise etablierte Unternehmen aus dem Markt gedrängt, weil sie nicht schnell genug reagieren.

Dejan Jovicevic

Dejan Jovicevic, „der Brutkasten“ / Foto: Die Presse, Clemens Fabry

Immer mehr Unternehmen setzen in der Digitalisierung daher auf kreative Ideen von außen. Konzern-initiierte Akzeleratoren oder Inkubator-Programme schießen aus dem Boden. Viele setzen auch auf Innovation von innen. Vorsicht ist jedoch angesagt: Festgefahrene Strukturen in alteingesessenen Unternehmen sind schwer aufzubrechen, innovative Ideen wachsen aber bei flachen Hierarchien und flexiblen Zugängen schneller.

Jene Unternehmen, die erkannt haben, dass die Zukunft digital sein wird, haben einen wichtigen Schritt geschafft, brauchen jedoch trotzdem oftmals Hilfe. Denn: selbst wenn die Konzerne oft ganz genau wissen, was sie tun müssen, können sie trotzdem die notwendige Geschwindigkeiten nur schwer entwickeln; es liegen viele Themen auf dem Tisch, das Tagesgeschäft bindet viele Ressourcen.

Anders ist das bei den Startups, die voller Tatendrang die Digitalisierung leben: Flexibel und mit kurzen Entscheidungswegen fokussieren sie sich mit voller Kraft auf ein Thema. Deshalb haben sie einen wichtigen Anteil an dieser Digitalen- Disruption, können das Kerngeschäft der Corporates punktuell angreifen und disruptieren.

Die Corporates sind deshalb gut beraten, sich einer möglichen Zusammenarbeit mit den Startups zu öffnen. Auf Augenhöhe, freilich. Die Beziehung zwischen Jungen und Etablierten muss nicht immer ein Gegeneinander, ein Fressen, oder gefressen Werden sein. Wir, “Der Brutkasten”, sind als Plattform, die beide Welten gut kennt und versteht, davon überzeugt, dass es mehr als nur diese zwei Möglichkeiten gibt.

Das haben auch viele etablierte Unternehmen erkannt und sehen in der Kooperation mit den Startups die Chance, die eigenen Innovationsprozesse schneller und effizienter voranzutreiben, indem sie über die Startups direkten Zugang zu den Innovationen haben. Die Startups auf der anderen Seite bekommen den Zugang zu den Kunden und dem Netzwerk, zum Know How und der Infrastruktur der Corporates. Immer funktioniert es freilich nicht: Man muss darauf schauen, ob die Zusammenarbeit beiden Seiten wirklich etwas bringt.

Man sehe sich z.B. den FinTech-Bereich an: Etablierte Banken haben viel Kapital und den Kundenzugang, aber ihre Innovationsprozesse sind zu langsam, stecken zu sehr in festgefahrenen Systemen. Startups bringen zugleich neue Innovationen, können damit aber oft nicht groß auf den Markt gehen, weil ihnen das Kapital und die Kunden fehlen. Hier können bedeutende Synergien entstehen, beide Seiten profitieren so voneinander.

Ganz im Sinne des Vorhergesagten: Mit unserer Plattform verbinden wir die Startups und Corporates, um sie gegenseitig zu stärken. Die Digitalisierung bringt in allen Branchen viele Herausforderungen mit sich, aber genauso viele Chancen. Wir wollen den Startups und den Corporates dabei helfen, diese Chancen zu nutzen, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten.

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Dejan Jovicevic ist ein Digital Intrapreneur, Startup Insider und Media Manager. Er ist der Co-Founder und CEO vom „Brutkasten“ , Österreichs Startup- und Innovationsplattform.