Der Datenmarkt Austria – Österreichs erstes digitales Ökosystem für Daten, Business und Innovation

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Die heute verfügbare Anzahl an Daten bzw. die täglich produzierten Datenmengen haben eine bis dato ungeahnte Größe angenommen – Daten sind zu einem Rohstoff geworden, welcher weltweit in beinahe jedem Industriesektor eine entscheidende Rolle spielt.

Daher ist ein florierender Datenmarkt bzw. ein funktionierendes Daten-Services Ökosystem für Österreich ein entscheidender Faktor für Beschäftigung und Wachstum, sowie für nachhaltige gesellschaftliche Stabilität und Wohlstand!

Martin Kaltenböck

Daten und ein erfolgreicher Umgang mit diesen sind Kernbestandteil für Erfolg und Wettbewerbsvorteil in vielen Industriesektoren, Wertschöpfungsketten bzw. organisatorischen Prozessen und damit ein entscheidender Faktor für Produktion, neben Arbeit und Kapital!

In Österreich waren bis vor kurzem die Anforderungen für ein erfolgreiches datengetriebenes Business nicht ausreichend erhoben (hinsichtlich regulativer & rechtlicher, technologischer, wirtschaftlicher, forschungsrelevanter oder gesellschaftliche Belange) und die vorhandenen Erfolgsbeispiele sind nach wie vor kaum sichtbar. Bestehende Daten-Infrastrukturen sind nicht bzw. nicht ausreichend verbunden oder integriert, die Qualität existierender Daten ist oft schlecht und eine effiziente Datennutzung ist auf Grund fehlender Interoperabilität nur mit einem hohen Aufwand und damit hohen verbundenen Kosten möglich.

Auf Basis der oben beschrieben Situation hat das bmvit – Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ein Leitprojekt zur Datenwirtschaft in Österreich ausgeschrieben und damit den DMA – den Data Market Austria ins Leben gerufen …

Beteiligte am Data Market Austria (DMA), © DMA 2018

 

 

Der DerData-Market Austria (DMA) – ein bmvit / FFG unterstütztes 3 Jahresprojekt mit insgesamt einem Konsortium von 16 Partnern – verbessert diese Situation durch folgende Maßnahmen und Aktivitäten:

Schaffung einer deutlich verbesserten Technologiebasis durch (i) die Verwendung von Blockchain-Ansätzen für eine stabile, verteile aber interoperable Dateninfrastruktur inklusive Methoden für: Provenance & Data-Lineage, Analyse & Prozessierung, Qualitätsverbesserung & Datenpflege, Speicherung & Archivierung, sowie Sicherheit; (ii) die Entwicklung von Mechanismen und Tools für den Handel mit Daten und Services, sowie für das Matchmaking zwischen Angebot und Nachfrage dieser Daten und Services entsprechend der zuvor erhobenen Anforderungen; und (iii) die Entwicklung von Analyseverfahren, welche es erlauben große Datenmengen von verteilten Systemen in hoher Geschwindigkeit und hoher Sicherheit zu verarbeiten.

 

Etablierung eines Daten-Innovationsumfeldes, durch Aufbau und Pflege einer entsprechenden Data Community unter Einbindung aller relevanten Stakeholder (KMUs, Startups, Großunternehmen, Forschung, Verwaltung) in ein Daten-Services Ökosystem, welches der Community klare rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen anbietet und mittels innovativer Geschäftsmodelle die Nachhaltigkeit des Ökosystems garantiert.

 

 

Bereitstellung verbundener Cloudsysteme durch Technologieentwicklung für einen transparenten aber kontrollierten Zugriff auf die verteilten Services, sowie auf offene, semi-offene und geschlossene Daten über das Data Market Austria Portal.

 

 

 

Entwicklung von Pilotsystemen sowie innovativer (Enduser-) Anwendungen in den Bereichen (i)Erdbeobachtung und (ii) Mobilität, welche die Verwendung des neuen Daten-Services Ökosystem sowie die Wertschöpfung daraus demonstrieren.

 

 

 

Bei Projektende erwarten wir uns ein funktionierendes Daten-Services Ökosystem in Österreich, welches von mehreren Projektpartnern auf österreichischen Cloud-Infrastrukturen erfolgreich betrieben wird, und auf den, im Projekt neu geschaffenen, innovativen Technologien, rechtlichen Rahmenbedingungen und neuartigen Geschäftsmodellen aufbaut. Durch die Pilotsysteme werden die Communities in den Bereichen Mobility- und Space voll in das Ökosystem integriert sein und weitere Domänen werden begonnen haben, dieses erfolgreich zu nutzen. Das geplante Startup- und KMU Programm wird weiters dazu beitragen, die Nutzung des Ökosystems durch entsprechend Erfolgsgeschichten voranzutreiben und zu demonstrieren.

 

Und wie am besten am DMA teilhaben und mitmachen?

In Zusammenarbeit mit bmvit und der Forschungsförderungsagentur FFG wurde von Juni bis September 2018 das DMA Inkubator Programm aufgesetzt, welches es interessierten Organisationen ermöglicht, sowohl Expertenberatung als auch direkte Förderung zu einem DMA relevanten Projekt in Anspruch zu nehmen (https://datamarket.at/challenges/). Dies kann (i) der Aufbau eines datengetriebenen Produktes und/oder Services sein, oder (ii) die Publikation von Daten am DMA (offen oder geschlossen), welche in einer zukünftigen Datenchallenge dann verwendet werden.

6 sogenannte DMA Sondierungsprojekte wurden von der Jury ausgewählt und werden Anfang Oktober der Öffentlichkeit präsentiert. Ein weiterer DMA Inkubator Call ist für Frühjahr 2019 geplant…

Die teilnehmenden Projekte des ersten DMA Inkubator Calls, sowie der Beta Launch des Data Market Austria (welcher für Ende September 2018 geplant ist) werden bei der Data Market Austria Ignite Night am 2. Oktober ab 19.00 Uhr im Firestarters Space in Wien präsentiert.

Dies ist eine ideale Möglichkeit (a) den DMA kennen zu lernen, sich (b) mit dem DMA Team über eigene datengetriebene Geschäftsideen, über Technologien oder Datenwirtschaft zu unterhalten und damit (c) über den eigenen Nutzen des Data Market Austria zu sprechen und eine konkrete Nutzung / Zusammenarbeit zu starten.

Zusätzlich bietet der DMA ein Partnerprogramm an, welches Sichtbarkeit, Kooperation und Networking beinhaltet.

 

WAS: Data Market Austria Ignite Night,

WANN: 02.Oktober 2018, ab 19.00 Uhr

WO: Firestarters Space – Co-Creation Lab, Halbgasse 7, 1070 Wien, https://www.firestarters.space/

PROGRAMM & ANMELDUNG: https://www.eventbrite.com/e/data-market-ignite-night-tickets-49211162913

Alle Infos zum Data Market Austria: https://www.datamarket.at

 


Martin Kaltenböck, CMC studierte Kommunikationswissenschaften, angewandte Psychologie und Marketing an der Universität Wien. Er ist Mitbegründer sowie geschäftsführender Gesellschafter der Semantic Web Company (SWC) und als CFO zuständig für Finanzen und Organisation. Weiters leitet er bzw. arbeitet er in nationalen und internationalen Industrie-, Regierungs- und Forschungsprojekten, v.a. in den Bereichen Requirements Engineering und Projektmanagement, sowie Kommunikation. Kaltenböck ist Lektor und publiziert zu den Themen: semantisches Daten- und Informationsmanagement, Semantic Artificial Intelligence (AI), Linked (Open) Data, sowie Open (Government) Data und Social Semantic Web. Er agiert als Vortragender bei nationalen und internationalen Konferenzen, sowie Business Events zu den genannten Themen. Seit 2006 ist er Certified Management Consultant (CMC), er ist Mitglied im Advisory Council der OKFN Central (UK) und Invited Expert der Cooperation OGD Österreich. Er arbeitet als Invited Expert für das W3C und ist Member des Steering Committees des European Data Forum, welches er 2014 als Conference Chair organisierte. Seit 2015 ist Kaltenböck Board Member des ODI Node Vienna.

Im Data Market Austria leitete er das Requirements Engineering und die SWC entwickelte die Meta Data Schicht inklusive Knowledge Graphen für das Daten Ökosystem.
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