DigitalCity.Wien Flüchtlingsinitiative

Geschrieben von Office DCW am in Projekte

Europa stand 2015 vor einer immens großen Herausforderung und wird auch in diesen Tagen auf eine harte Probe gestellt. Hunderttausende Flüchtlinge haben sich dazu entschlossen, ihre krisengebeutelten Herkunftsregionen zu verlassen, um sich und ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Unter den Flüchtlingen, die zu uns nach Österreich kommen, verbergen sich teils hoch qualifizierte Personen, die ein hohes Potenzial an Wissen und Engagement mitbringen.

Selbstverpflichtend und unaufgefordert hat sich sich DigitalCity.Wien am Erkennen und Erfassen dieses Potenzials beteiligt. Wir sind davon überzeugt, dass einige der Flüchtlinge aus dem arabischen Raum über ausgeprägte digitale Kompetenzen verfügen und zu einem etablierten Bestandteil unserer Gesellschaft werden möchte. Ziel war es daher, die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung gemeinsam mit uns zu meistern.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, in Zusammenarbeit mit Partner von DigitalCity.Wien einige Projekte zu initiieren, um den Flüchtlingen eine Chance zu geben, ihre digitalen Kenntnisse unter Beweis zu stellen sollten. Die Spanne reichte dabei von simplen Office-Anfängerkursen bis hin zu innovativen Barcamps und herausfordernden Coding Contests.

Das waren die Projekte im Rahmen der DigitalCity.Wien-Flüchtlingsinitiative

Im Zuge der DigitalCity.Wien Initiative haben sich HMP Beratungs GmbH und Objentis gemeinsam mit dem AMS Wien der Integration von Asylberechtigten mit IT-Fachkenntnissen in die Wiener IT Unternehmen verschrieben. Uns allen ist es wichtig in Zusammenarbeit unterschiedlicher IT- Unternehmen – ob Start-Up, EPU, Privatunternehmen, internationale Konzerne oder öffentliche Hand – die richtige Basis für einen starken IT-Standort Wien zu bilden. IT soll in Wien auf höchstem Niveau und für alle zur Verfügung stehen und gleichzeitig Innovation schaffen und Arbeitsplätze sichern. Die DigitalCity.Wien-Flüchtlingsinitiative sollte Flüchtlingen bzw. Asylberechtigten den Zugang zu IT-Jobs erleichtern.

Gemeinsam haben HMP, Objentis und AMS Wien strukturierte Interviews organisiert und durchgeführt, um Personen mit IT-Kenntnissen gezielt zu filtern. Ziel war es, speziell die IT-Kenntnisse und das Potenzial des schnellen Einstiegs in die österreichische IT-Branche zu evaluieren um zielgerichtet weitere Ausbildungsmaßnahmen ableiten zu können. Konkret wurden im Anschluss in einem Pilot-Projekt 7 Arbeitstrainings für 6 Personen in den unterschiedlichen Firmen rund um die DigitalCity.Wien ermöglicht.

Refugee Hackathon

Am 21. und 22. Mai 2016 veranstalteten Microsoft Österreich, Mobility Builders und WhatAVenture in Kooperation mit DigitalCity.Wien den ersten Refugee Hackathon im Microsoft Office in Wien.

Gesucht wurden EntwicklerInnen, die daran interessiert sind, innovative Lösungen für die aktuelle Flüchtlingssituation in Österreich zu konzipieren. Diese Lösungen sollten nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Hilfsorganisationen oder BürgerInnen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, unterstützen. Während des Hackathons standen kompetente Mentoren, darunter Hilfsorganisationen, betroffene AsylwerberInnen und auch technische Experten zur Verfügung.

Hardwaresammlung

Im Rahmen unserer Initiative freuen wir uns jederzeit über die Zurverfügungstellung von IT-Komponenten, um den vorhandenen Bedarf an IT-Hardware für Flüchtlinge decken zu können. Generell ist auch die Wiederverwendung privater Geräte möglich, bei „Billig-Geräten“ ist dies jedoch meist nicht möglich, insbesondere, wenn zusätzliche Reparaturen erforderlich sind.

Übergabe der Hardware an das Projekt IGOR in einem Flüchtlingsheim des Arbeiter-Samariterbunds Österreichs.

Sie können uns selbstverständlich auch weiterhin gerne kontaktieren, sollten Sie geeignete Geräte wie beispielsweise

  • PC’s mit Bildschirm, Tastatur und Maus,
  • Laptops,
  • Tablets oder
  • Smartphones,
  • jeweils mit Netz/Ladegerät, WLAN, Betriebssystem und Browser sowie
  • externe USB Akkus für Smartphones

zur Verfügung haben und diese nicht mehr benötigen.

Für Rückfragen steht Ihnen Claudia Kanonier von Urban Innovation Vienna sehr gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!