Frau Schramböck, was macht eine SmartCity- eine Digital City, für Sie aus?

Geschrieben von Office Digital City Wien am in Home

Margarete Schramboeck, Manging Director Dimension Data Austria GmbH, ©Dimension Data Austria Ian Ehm

Eine SmartCity ist geprägt von IT. Bereits jetzt ist IT allgegenwärtig und signifikant in unserem Leben. Sowohl die Bevölkerung als auch Wirtschaftstreibende profitieren tagtäglich von einer modernen und nutzenstiftenden IKT-Infrastruktur wie etwa in den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Ausbildung, Zahlungsverkehr und Daseinsvorsorge. Die Vernetzung spielt dabei eine maßgebliche Rolle und zwar in allen Bereichen. Die mobile Welt des Arbeitens ist aus all dem nicht mehr wegzudenken. Das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten ermöglicht eine ausgewogene Balance zwischen Familie, Beruf und Freizeit zu schaffen. Durch ein noch breiteres Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zu attraktiven Preisen, ergänzt durch Initiativen wie Citybikes, Carsharing oder „car to go“, die noch ausbaufähig sind, wird das Gesamtkonzept SmartCity unterstützt und auch die Umwelt entlastet. Das lässt sich weiterführen in neue Gebäudestandards, um auch den Energieverbrauch zu reduzieren.
Bei allem steht die Lebensqualität im Vordergrund unter der Voraussetzung eines sicheren Zusammenlebens aller StadtbewohnerInnen.

Wo sehen sie die größte Herausforderung des IT Standorts Wien?

Wien gilt mit rund 54.000 IT-Arbeitsplätzen als drittgrößte Informationstechnologie-Metropole Europas: Der IT-Dienstleistungssektor wächst kontinuierlich und ist mit einer Wertschöpfung von 15 Mrd. Euro eine der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Branchen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Aber auf diesem Erfolg darf man sich nicht ausruhen. Bereits während der schulischen Ausbildung muss mit der Förderung der digitalen Kompetenzen begonnen werden, damit von Anfang an eine Bewusstseinsbildung für die Informations- und Kommunikationstechnologie stattfindet. Wien muss als Innovations- und Wirtschaftsmotor wahrgenommen werden, vor allem auch im internationalen Umfeld.
Wichtig dabei ist der Schulterschluss zwischen der Regierung, der Stadt Wien und der Wirtschaft, damit gemeinsam Bewusstsein für die Branche geschaffen wird und diese auch weiterhin wächst. Dementsprechend ist es notwendig in Bildung und Forschung zu investieren, damit gut ausgebildete Fachkräfte nicht in andere Städte bzw. Länder abwandern.

Und was wünscht sich Frau Schramböck für die ersten 365 Tage nach dem Aktionstag für Wien?

Wien soll für mich Innovation und Modernität ausstrahlen. Dafür ist der 16. September ein guter Startschuss: Eine Stadt, die mit diesen Attributen verbunden wird, steht für Offenheit und den Willen zur Innovation. Dies lässt sich international leichter vermarkten und stärkt den Wirtschaftsstandort Wien enorm. Mit einem solchen Image wird die Marke „Wien“ nicht nur um eine Facette reicher, sondern auch für Unternehmen als Wirtschaftsstandort interessanter. Damit einher geht auch die Attraktivität für hochqualifizierte Fachkräfte, die für unseren Arbeitsmarkt extrem wichtig sind. Diese fühlen sich, in Zeiten des Fachkräftemangels, in einer „Stadt des Fortschritts" mit einem interessanten Arbeitsplatzangebot gut aufgehoben.
Besonderes Augenmerk möchte ich aber auch auf Frauen und Mädchen in der IT legen. Ich bin seit 20 Jahren in der IT Branche tätig und habe keinen Tag bereut. Durch Initiativen wie den Aktionstag, wo es um die bewusste Wahrnehmung der IKT Branche geht, wünsche ich mir, dass verstärkt Frauen und Mädchen für IT begeistert werden können, ganz nach dem Motto „I like IT“.