Fünfter „Digitaler Salon“ am 20. Oktober 2016

Geschrieben von Office DCW am in Events, Home

Donnerstag, 20. Oktober 2016 / 19:00 Uhr / Keynote: Markus Müller, Rektor der MedUni Wien / Thema: Digitale Herausforderungen der akademische Medizin

Der „Digitale Salon”, ein erfolgreiches Event-Format der DigitalCity.Wien Initiative, war im Oktober Teilprogramm der DigitalDays 2016 und fand daher ausnahmsweise nicht am Montag, sondern am Donnerstag, 20. Oktober in den Räumlichkeiten der Wiedner Salons statt. Die Wiener IT-Salonièren Ulrike Huemer, Sandra Kolleth, Isabella Mader, Michaela Novak-Chaid, Tatjana Oppitz, Dorothee Ritz und Margarete Schramböck luden zu diesem interessanten Austausch ein. Die 40 geladenen Gäste erlebten erneut einen abwechslungsreichen und anregenden Abend, der diesmal mit einer Keynote von Markus Müller zum Thema “Digitale Herausforderungen der akademischen Medizin“ eröffnet wurde.

In seiner Keynote beschrieb Markus Müller, wie sich die Medizin im letzten Jahrhundert entwickelt hat und wie man heute wie damals in revolutionären Zeiten lebt. Die wichtigste Entdeckung aus der Zeit um den Jahrhundertwechsel vom 19. ins 20. Jahrhundert war die Zellularmedizin und somit die Erkenntnis, dass der Mensch aus Zellen besteht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gelang es der Medizin, die Zellen in noch kleinere Bestandteile aufzuschlüsseln: in Moleküle. Das damalige Moonshot-Projekt zur Darstellung des menschlichen Genoms, für das drei Milliarden US-Dollar veranschlagt wurden, hat sich in der modernen Medizin etabliert und kostet heutzutage nur noch wenige hundert Euro. Mit Hilfe dieser Technik kann man verschiedene Simulationen am Computer durchführen und wichtige Erkenntnisse daraus ziehen. Das zeitgenössische Äquivalent zu diesem Projekt ist die technische Nachahmung des menschlichen Gehirns und dessen Rechenleistung. Was im Moment nur Supercomputern möglich ist, soll in den nächsten Jahren auch eine praxisnahe Anwendung finden. Soweit nur einige der von Markus Müller erläuterten Beispiele.

Einige Errungenschaften der letzten Dekaden haben sich heute schon in Spitälern etabliert, so Müller. Als Beispiele nennt er OP-Roboter, die heikle Eingriffe erleichtern und intelligente Computerprogramme, die Ärzten bei Diagnosen helfen. Als Vision für die Zukunft nennt Müller unter anderem, dass Patienten in Zukunft durch verstärkte Bildung und durch digitale Unterstützung wie zum Beispiel durch diverse Apps weniger abhängig von Spitälern sein sollen.

Die anschließende Diskussion wurde von IT-Salonière Sandra Kolleth stellvertretend für alle Wiener IT-Salonièren eingeläutet. So wurde schließlich – ganz in der Tradition der Wiener Salons – konstruktiv und angeregt miteinander diskutiert und über den Abend reflektiert.

Ein besonderer Dank gilt unserem Kooperationspartner Druck .

Die Keynote von Markus Müller in voller Länge zum Nachsehen:

Und hier die Fotos:

Für alle Detailinformationen kontaktieren Sie bitte gerne Birgit Ginzler (TINA Vienna).

Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen und hoffen, Sie erneut zahlreich begrüßen zu dürfen!

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Zielsetzung des Digitalen Salons sowie weitere Informationen zum Veranstaltungsformat.