Hedy Lamarr Award

Geschrieben von Office DCW am in Frauen in der IT, Projekte

Die Wiener Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr legte mit ihren innovativen Ideen den Grundstein für die Bluetooth- und WLAN-Technologie. Ihr Name ist eng verknüpft mit dem digitalen Fortschritt. Aus diesem Grund trägt auch der Preis für innovative Frauen in der IT ihren Namen. Er soll außergewöhnliche Österreicherinnen auszeichnen, die, ähnlich wie Hedy Lamarr, die digitale Welt von morgen prägen. So soll die Bedeutung von Frauen in der IT hervorgehoben werden – sie sollen mit ihrer Geschichte als Vorbilder dienen.

Hedy Lamarr – ein Filmstar als verkannte Erfinderin

Der Hollywood-Star Hedy Lamarr galt einst als weltweit schönste Frau. Ihr Dasein als Wissenschaftlerin und ihre Pionierarbeit im Bereich der Mobilfunktechnik ist hingegen nie richtig gewürdigt worden. Als österreichische Jüdin, die in die USA emigrierte, erfand sie ein störungsgesichertes Fernmeldesystem, das zur Niederlage des Dritten Reiches hätte beitragen können. Sie wurde aber von der amerikanischen Marine abgewiesen – sie solle lieber Küsse gegen Kriegsanleihen verkaufen. Erst kurz vor ihrem Tod entdeckten Wissenschaftler ihre Erfindung, die als Basis der heutigen Kommunikationstechnik dient. Lamarr erfand jene Technologien, die Bluetooth und WLAN ermöglichten. 2014 wurde sie posthum in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird der „Tag der Erfinder“ am Geburtstag von Hedy Lamarr am 9. November gefeiert.

Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien

Die Verleihung des ersten Hedy Lamarr Preises der Stadt Wien fand am 4. Oktober 2018 um 16:00 Uhr im Rahmen des feierlichen Abschlusses der DigitalDays2018 statt. Der mit 10.000 Euro dotierte Award wurde von den Stadträtinnen Veronika Kaup-Hasler und Kathrin Gaal an die Salzburger Forscherin Dr. Verena Fuchsberger-Staufer übergeben, welche den Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen konnte, da sie sich in Mutterschutz befand und nur Stunden vor der Verleihung ein Mädchen zur Welt brachte.

Verena Fuchsberger-Staufer arbeitet im Spannungsfeld zwischen der Informatik und den Sozialwissenschaften. Sie benutzt für ihre Forschung nicht nur die Informatik, sie arbeitet auch aktiv an der Entwicklung von neuen Methoden, die vielfältige Anwendungen in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens finden können. Sie schafft es, den Spagat zwischen Grundlagenforschung und der konkreten potentiellen Anwendung sehr beeindruckend darzulegen und fungiert somit als Role Model für junge Mädchen.

Mit dem Preis wurden ihre außergewöhnlichen Leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie ausgezeichnet. Auch Hedy Lamarrs Sohn, Anthony Loder, der bereits zwei Tage davor bei einem exklusiven Kamingespräch persönliche Einblicke aus dem Leben seiner Mutter teilte, war ebenfalls bei der Preisübergabe dabei.

Der Hedy Lamarr Preis soll künftig ein fixer Bestandteil zur Honorierung erfolgreiche Frauen in der IT werden und jährlich von der Stadt Wien gemeinsam mit DigitalCity.Wien und Urban Innovation Vienna konzipiert und übergeben werden.

Medienecho zur erstmaligen Verleihung des Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien: