Internet of Things als wichtiger Treiber der Digitalen Transformation

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog

Das Thema Internet of Things, also die Vernetzung von Produkten, Sensoren und Maschinen sowie die Auswertung der dabei erfassten Daten, wird zunehmend zu einem der Megathemen in der IT und Wirtschaft. Laut Analysten sollen in den nächsten Jahren die Geschäfte in diesem Segment boomen und die Grundlage der digitalen Transformation vieler Wirtschaftszweige bilden. Bernhard Kainrath
 

Die digitale Transformation, das Internet der Dinge und die grosse Chance für unsere Gesellschaft

Die Digitalisierung wird insgesamt mehr Jobs schaffen, als verloren gehen. Es sind bereits heute völlig neue Jobprofile entstanden, die es vor ein paar Jahren noch gar nicht gab. Und ständig kommen neue hinzu. Denken wir beispielsweise an das Berufsbild der Data Scientists, die laut dem Statistik-Portal Statista zu den gefragtesten Experten am Arbeitsmarkt gehören. Data Scientists wissen, wie sich strategisch wichtiges Wissen aus riesigen Datenmengen filtern läßt, um beispielsweise Unternehmen die richtigen Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Der Data Scientist und viele neue zukünftige Berufsbilder erfordern aber Weiterbildungsbedarf im Bereich Digitale Kompetenz und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Herausforderung und Chance für jeden Einzelnen von uns, ebenso für Unternehmen, die in Weiterbildung und Umschulungen ihrer Mitarbeiter investieren werden müssen, um auch in der digitalen Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Ausserdem müssen Bildungsinstitutionen näher an die Wirtschaft rücken und flexibler auf deren Bedürfnisse reagieren.

Wie groß ist das Internet of Things (IoT)?

Laut einem Report des McKinsey Global Institutes ist das wirtschaftliche Potential des Internet of Things gigantisch. Im Jahr 2025 rechnet man mit einem jährlichen Marktwert zwischen 3.9 und 11.1 Billionen US $. Dies würde im Best Case 11% der Weltwirtschaft entsprechen1. Im IoT nutzt nicht mehr ausschliesslich der Mensch das Internet, sondern auch Gegenstände, die durch Arbeitsspeicher, Sensoren und programmierbare Bauteile „smart“ gemacht wurden und über das World Wide Web miteinander kommunizieren. Wearables, Haushaltsgeräte (Smart Home), Transport- und Verkehrsmittel sowie nahezu jeder andere beliebige Alltagsgegenstand können bereits heute über das Internet verbunden werden und rund um die Uhr Informationen sammeln. Diese lösen – falls gewünscht – vollautomatisiert Aktionen aus, um dem Menschen Tätigkeiten abzunehmen und ihm das tägliche Leben zu erleichtern. Smart Cities stehen für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, mit dem Ziel, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher und umweltfreundlicher zu gestalten. Das IoT spielt bereits heute eine wesentliche Rolle zur Erreichung dieser Ziele. Denn der Austausch von Daten beispielsweise zwischen intelligenten Stromzählern (Smart Meter), Smartphones, Wetterstationen, Strassensystemen und Verkehrsmitteln bietet Metropolen enorme Effizienzsteigerungspotentiale. Denken wir nur an automatische Verkehrsregelung, beschleunigte Parkplatzsuche sowie umweltschonende Strom- und Wärmegewinnungsanlagen.

Das Internet der Dinge und die grosse Datenwelle

Das Internet of Things ist eng mit Cloud, Big Data & Co verknüpft. Milliarden von vernetzten Maschinen und Gegenständen produzieren in hohem Tempo riesige Datenmengen und reichen diese erforderlichenfalls an andere IoT-Devices weiter. Darauf ausgerichtete Technologien wie zum Beispiel skalierbare und elastische Cloud-Technologien spielen eine wesentliche Rolle. Smarte Geräte versenden und empfangen zwar fleissig Daten, verfügen aber meist nicht über die erforderliche Rechenleistung, um aus der Vielzahl an Informationen auswertbare Nutzdaten zu machen. Hier kommt Big Data ins Spiel. Die generierten Datenmengen werden werden an spezialisierte Dienstleister ausgelagert und mit Hilfe von Big Data-Technologien ausgewertet.

1 McKinsey Global Institute The Internet of Things: Mapping the Value Beyond the Hype

Bernhard Kainrath – Sr. Area Manager, Legal & Deal Management, Northern EMEA

Derzeit arbeitet Bernhard Kainrath für Netapp, ein US-amerikanisches IT-Unternehmen, in welchem er eine Abteilung von Rechtsanwälten und Bid Managern zuständig für Northern EMEA leitet. Langjährige Erfahrung konnte er unter anderem bei BMC Software und Hitachi Data Systems sammeln. Neben seiner internationalen Managementaufgabe begleiten ihn seit Anfang seiner Berufslaufbahn Vortrags-, Lektoren- und Autorentätigkeiten.

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