PR im digitalen Zeitalter: Wie verhalte ich mich bei einem Shitstorm?

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Wer hat es nicht schon miterlebt in den sozialen Netzwerken, wenn auch nur passiv, also lesend? Ein falsches Wort, eine unüberlegte Handlung, ein Missverständnis – und schon braut er sich unaufhaltsam zusammen: Ein Shitstorm. Doch was tun, wenn plötzlich ein Shitstorm über einen hereinbricht?

Hier die top 10 Tipps:

  1. Vorbereitung ist die halbe Miete: Social Media Guidelines halten fest, wer wann und wie (re)agiert. Textbausteine, die bereits im Vorfeld bereitstehen, erleichtern eine rasche Kommunikation im Ernstfall.
  2. Kritisch bleiben: Es gilt, eigne Postings selbst kritisch zu hinterfragen. Betriebsblindheit ist im digitalen Zeitalter tödlich.
  3. Proaktiv statt passiv: Hagelt es Kritik, so würde man am liebsten den Kopf in den Sand stecken. Das macht allerdings alles nur schlimmer. Ein ehrlicher Dialog ist angesagt, um Kritiker ernst zu nehmen und mit ihnen auf Augenhöhe in den Dialog zu treten. Auch gilt es, jetzt besonders rasch zu kommunizieren.
  4. Teamwork: Keiner muss alleine an vorderster Front kämpfen. Teamwork ist hier gefragt, denn gemeinsam sind Sie stark!
  5. Zwischen den Zeilen lesen: Nimmt man Kritik ernst und befasst sich mit den Argumenten im Detail, so lassen sich womöglich auch Verbesserungsvorschläge für das Unternehmen oder die Produkte generieren.
  6. Authentisch bleiben: Die digitale Kommunikation muss zum Unternehmen passen. Und nur, weil es plötzlich Kritik hagelt, ist davon abzuraten, plötzlich völlig gegensätzliche Inhalte zu kommunizieren.
  7. Aus Shitstorms anderer lernen: eine regelmäßige Beobachtung von Social Media Kanälen anderer Unternehmen oder Personen ermöglicht es, aus den Fehlern anderer zu lernen oder best practise Beispiele abzuleiten.
  8. Weiterbildung: Digitale Kommunikation hat ihre eignen Gepflogenheiten. Regelmäßige Weiterbildung sichert theoretische und praktische Grundlagen für den erfolgreichen Umgang mit Kritikern am Puls der Zeit.
  9. Haters gonna hate: Gerade bei Einzelpersonen besteht die Gefahr, sich einen Shitstorm zu sehr zu Herzen zu nehmen. Hier hilft es, sich vor Augen zu halten, dass Neid die höchste Form der Anerkennung ist (Schopenhauer).
  10. Nicht die Freude verlieren. Ein Shitstorm kommt auf den besten Social Media Accounts vor. Wichtig: nicht plötzlich den Spaß an der Kommunikation verlieren, aus lauter Angst vor einer neuerlichen Flut der Kritik.

Viel Erfolg bei Ihrem digitalen Auftritt!

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Mag. Stefanie Höring, B.Sc. MAS (PR), 35, ist bereits seit 2003 in der PR-Branche tätig. Sie hat Publizistik und Angewandte Sprachwissenschaften sowie ein Aufbaustudium für Public Relations und das Bachelorstudium der Psychologie absolviert. Seit 2015 ist sie bei Clever & Smart begeistert auf Agenturseite tätig. Dort ist der Textprofi als Senior Account Managerin für Medienarbeit, Social Media, das Unternehmensblog, Events sowie strategische Kommunikationsberatung verantwortlich. .