Spielerisch gerüstet für die Zukunft

Geschrieben von Office DCW am in #DigitalMondayBlog, Home

Das Institut für Höhere Studien (IHS) zeigt in einer aktuellen Studie zu MINT an öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen sowie am Arbeitsmarkt den generell anhaltend hohen Bedarf an MINT-Absolventen. Die Berufe von morgen werden nicht mehr die klassischen Bürojobs sein, sondern auf den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik basieren. In unserem Schulsystem ist das kompetenzübergreifende Lernen und Forschen in diesen Bereichen jedoch noch viel zu wenig präsent.

Catrin Meyringer

Der Bedarf an MINT-Absolventen ist laut IHS generell anhaltend hoch. Ungedeckt bzw. steigend ist der Bedarf vor allem in den Bereichen IT und Technik und hier besonders in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, und zwar auf allen Niveaus, von Facharbeitern bis Uni-Absolventen.

Einer der Autoren der Studie, Martin Unger, machte auf der New Skills Konferenz in der WKO im November 2017 deutlich, dass es dringend Maßnahmen braucht, um das Interesse für den MINT-Bereich nachhaltig zu erhöhen. In der Schule wird Mathematik – die Grundlage der meisten MINT-Disziplinen –häufig als schwierig und weit abgelöst von der Lebensrealität empfunden. Hier brauchen wir grundlegend neue Methoden, die das natürliche Interesse am Probleme-Lösen fördern und ein direktes Erleben ermöglichen.

In Zukunft wird es nicht mehr darum gehen, vorgegebene Aufgaben abzuarbeiten, sondern mit allen verfügbaren Technologien kreative Lösungen für scheinbar unlösbare Problemstellungen zu finden. Das ist das, was Kinder ohnehin am liebsten machen. Sie saugen aus einem natürlichen Wissensdrang heraus Neues in sich auf, sie tüfteln, sie bauen und basteln gerne. Neue Technologien beherrschen sie oft schneller und besser als ihre Eltern. Sie rüsten sich spielerisch für die Zukunft – wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen. RoboManiac bietet ihnen den Rahmen und die Möglichkeiten dafür.

MINT- und Robotik-Spaß für Kinder und Jugendliche

In den MINT-Robotik-Kursen bekommen die Kinder und Jugendlichen alles, was zu neuem Denken und Lernen anspornt: Coole Tools – wie z. B. Little Bits, Lego Mindstorms und die Lernroboter Ozobot, Dash und Blue-Bot – Wissen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, knifflige Aufgaben, Freiraum und Unterstützung. Dabei wird kompetenzübergreifend mit den Kindern und Jugendlichen gearbeitet und sie werden ans Programmieren, Entwickeln und Problemlösen herangeführt.

Auf spielerische Weise erleben die Kinder den Einstieg in die Welt der Technik. Anhand von visuell programmierbaren Robotern erlernen die Kinder alle Basis-Funktionalitäten und Kommunikation verstehen und anwenden. Dazu gehört auch das Kennenlernen verschiedener Codierungsstrukturen. Als Interaktions-Tools werden ein Tablet oder ein Notebook zur Verfügung gestellt.

Die digitale Neugier stillen

Im Sommer 2017 startete RoboManiac mit einwöchigen MINT-Robotic-Feriencamps. Seit Herbst können Kinder und Jugendliche in den Semesterkursen und individuellen Workshops ihre digitale Neugier stillen:

  • Die Kleineren (5-10 Jahre) lernen spielerisch mit Algorithmen und den Lernrobotern Ozobot, Dash, Bluebot etc.
  • Die Größeren (11-14 Jahre) befassen sich mithilfe von Little Bits und Lego Mindstorms mit Elektronik, Mechatronik, Robotik und Programmierung
  • Die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) werden immer integriert
  • Die Kids probieren und forschen
  • Sie lernen Technologien verstehen und anwenden und erschließen sich freudvoll technologische Entwicklungen und naturwissenschaftliche Phänomene
  • Neue Freunde finden, Spaß haben und Spielen ist Teil des Programms.

Dabei zeigt sich, welche Möglichkeiten in den Kindern stecken. Unser Ziel ist, die Grundlage für die nächste Generation an Programmierern, App Entwicklern, Spieledesignern, Ingenieuren und Erfindern zu legen.

MINT für Mädchen und Burschen

Ganz besonders möchten wir auch Eltern von Mädchen ansprechen. In den RoboManiac-Kursen sind Mädchen mit genauso viel Begeisterung und Geschick am Werk wie die Burschen. Nur bekommen sie weit weniger oft die Chance, diese Begeisterung zu nutzen. Hier ist noch viel an Bewusstseinsarbeit nötig.

Der Frauenanteil in MINT-Fächern ist deutlich geringer als in anderen Ausbildungsfeldern: Nur 34% der MINT-Studierenden an öffentlichen Universitäten sind weiblich. An Fachhochschulen ist der Frauenanteil in MINT-Studien mit 23% noch geringer. Wir sind uns sicher, dass das Ungleichgewicht nicht in der Genetik begründet liegt, sondern in den geschlechtsbezogenen Zuordnungen, die schon im Kleinkind-Alter beginnen.

Die Grundlagen für die High Potentials von morgen

Das pädagogische Konzept von RoboManiac zielt darauf auf, Problemlösungskompetenz, Kreativität und logisches Denken, Fingerfertigkeit und visuelle Vorstellung zu schulen. Das sind Fähigkeiten, die unsere Kinder ihr Leben lang brauchen.

In altersadäquater Form werden die Querverbindungen zwischen den Disziplinen geschaffen.

Das erwartet die RoboManiacs:

  • erstes Programmieren und Steuern von Robotern
  • Lernen durch aktives Handeln
  • logisches und analytisches Denken
  • mathematisches Verständnis wird geschult
  • eigene, kreative Lösungswege finden
  • Schulung des Raumvorstellungsvermögens
  • Fehler sind der erste Schritt zur Lösung
  • naturwissenschaftliche Experimente
  • technisches Arbeiten mit Eigenkonstruktionen

Kreativ wie Einstein

Schon die Kleinsten steuern und programmieren über eine visuelle Oberfläche ihre Lernroboter, die Teens beschäftigen sich mit großen Fragen wie: Wie könnte es der Menschheit gelingen, 100 % „Clean Energy“ zu erzeugen?

Im Spezialkurs zu Entrepreneurship & E-Commerce haben die Jugendlichen beeindruckende Geschäftsideen mit Pitchdecks für Investoren entwickelt. Sie haben HTML programmiert, eine Website und eine Facebook-Seite eingerichtet, alle Aspekte eines Online-Shops kennengelernt und Produkte darin angelegt. Zum Abschluss gab es einen Übungs-Pitch à la „2 Millionen in 2 Minuten“. Uns hätten sie auf jeden Fall überzeugt!

Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, die MINT-Fächer und das kompetenzübergreifende Arbeiten auch bald in unserem Schulsystem lebendig werden zu lassen. Die Wirtschaft und die Gesellschaft werden diese Kompetenzen dringend benötigen.

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Catrin Meyringer ist Geschäftsführerin der RoboManiac GmbH Das Unternehmen bietet MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) basierte Ausbildung für Kinder von 5–16 Jahren an..