Wer gestaltet eigentlich eine Smart City?

Geschrieben von Martin Giesswein am in #DigitalMondayBlog

Die Antwort darauf ist klar, als gelernter Österreicher sage ich: Der Staat! Verzeihung in diesem Fall die Stadt. Als Bürger kann ich mir erwarten, dass die Stadtverwaltung die Zukunft einer ökologischen, sicheren, wirtschaftlich blühenden Stadt entwirft und umsetzt.

Genauso, wie ich als früherer Konzernmitarbeiter gelernt haben, dass die große Firma auf Ewig einen Arbeitsplatz bietet und wie ein Tankschiff durch den Ozean der Zeit tuckert und die Kunden mit guten Produkten zu fairen Preisen versorgt.

_AMI3586-135 Leider stimmen meine Bilder wohl nicht mehr mit der dynamischen Realität zusammen. Konzern sind mit der Agilität von Mitbewerbern aus anderen Branchen konfrontiert, mit Social-Media-informierten Kunden und mit einer Größe, die viel umsetzen kann, aber eher nicht die disruptive Innovation fördert.

Genauso wie kluge Konzerne, die in der heutigen Zeit bestehen wollen, machen es kluge Städte – hier seien nur ein paar Beispiele aus dem digitalen Bereich der Smart City Wien genannt:

Zuhören: Kluge Firmen und kluge Städte trauen sich ihre Kunden/innen (Bürger/innen) zu fragen und mit ihnen gemeinsam eine Strategie festzulegen:

zB: Wien. DigitaleAgenda.Wien

Zusammenarbeit: Nur Privat und öffentliche Verwaltung gemeinsam können die Probleme lösen: In der Initiative DigitalCity.Wien arbeitet die Stadt gemeinsam mit der IKT-Industrie täglich Schulter and Schulter dafür, dass Wien seine Stellung als Digital-Hotspot in Europa ausbauen kann.

Offenheit: Wien ist eine Stadt, die die notwendige technische Grundlage geschaffen hat, damit die Herausforderungen der Urbanisierung (auch) durch andere gelöst werden können. Mit einer Open Government Data Politik liegen alle Daten zur Verfügung, damit Startups praxisnahe Lösungen entwickeln können:

z.B: Wien: Parkbob: Ein Startup arbeitet mit A1 Telekom und der Stadt Wien zusammen um das Thema „Parken“ in der Stadt zu optimieren.

Investment: Kluge Konzerne und Smart Cities investieren durch Beteiligungen oder Förderungen in Neugründungen, die auf digitalem Wege die Welt erobern wollen: Gerade ist mit der Firma Storeme in Wien das AirBnB für Lagerplätze entstanden. Und wenn wir hunderte von solchen Startups haben, werden wir vielleicht sowas wie das Smart-City Valley von Europa.

Doch halt, ich muss wohl schon träumen… Auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass wir alle gemeinsam mit der Stadt die Smart City gestalten müssen und dass uns Wien hierzu eingeladen hat. Eigentlich eine feine Sache. Ganz schon modern und motivierend für einen gelernten Österreicher.

Wer bei der Initiative DigitalCity.Wien mitarbeiten will: Ich freue mich sehr über Kommentare auf Social Media und eMails: martin@giesswein.org