Zwölfter „Digitaler Salon“ am 19. Juni 2017

Geschrieben von Office DCW am in Events, Home

Montag, 19. Juni 2017 / 19:00 Uhr / Keynote: Renée Schroeder, Leiterin des Instituts für Biochemie und Zellbiologie an der Universität Wien / Thema: Die Welt in drei Töpfen, oder die Macht unserer Ideen

Die erfolgreiche Event-Reihe “Digitaler Salon”, ein neues und spannendes Veranstaltungsformat der DigitalCity.Wien Initiative, fand am Montag, den 19. Juni bereits zum 12. Mal in den Räumlichkeiten der Wiedner Salons statt. Die Wiener IT-Salonièren Ulrike Huemer, Sandra Kolleth, Isabella Mader, Michaela Novak-Chaid, Tatjana Oppitz, Dorothee Ritz und Margarete Schramböck luden zu diesem interessanten Austausch ein. Die Gäste erlebten erneut einen abwechslungsreichen und anregenden Abend, der diesmal mit einer Keynote von Renée Schroeder zum Thema “Die Welt in drei Töpfen, oder die Macht unserer Ideen”, eröffnet wurde.

Mit ihrer Keynote wollte sie uns eine Idee geben, die „Idee, wie mächtig unsere Ideen sind“. Der Mensch entdeckte die Kreativität und sein eigenes Vorstellungsvermögen. Erst der Homo Sapiens war in der Lage etwas zu denken, dass es nicht gibt. Renée Schroeder hat hier eine eigene Unterteilung vorgenommen, nachdem die Welt in drei unterschiedliche Töpfe geteilt wird.

Im ersten Topf befindet sich alles, dass es ohne unser menschliches Zutun gibt. Es ist der Topf, in dem sich die Naturwissenschaften befinden. Der zweite Topf beinhaltet alles, dass der Mensch sich ausdenkt, dass aber nicht außerhalb des Denkens existiert. Hier ist die Welt der Technik angesiedelt. Topf drei besteht aus all dem, was der Mensch sich ausdenkt, dass aber nicht wirklich außerhalb des Denkens existiert. Der Inhalt in diesem Topf ist weder reell noch greifbar. Ist das denkende und erfindende Gehirn weg, ist alles weg. Obwohl der dritte Kopf aus keiner Materie besteht, so liegt in ihm doch eine große Macht und erzeugt Bilder in unseren Köpfen.

Des Weiteren sprach Schroeder weitere essentielle Punkte des menschlichen Existenz an wie zum Beispiel die Bedeutung von Geld in unserer Gesellschaft. Geld wird immer wieder neu erfunden. Dabei sind 95% des Geldes irgendwelche Zahlen auf irgendeinem Server. Auch Bitcoin-Technologien werfen ähnliche Fragen in den Raum. Geld befindet sich im Topf Zwei, sein Wert jedoch im dritten Topf.

Ein wichtiger Punkt der Keynote stellte die „bakterielle Immunität“ dar, CRISPR/Cas, ein Verfahren dass dazu in der Lage ist, DNA-Bausteine im Erbgut zu verändern und damit einen Virus zu zerstören. Der Mensch ist bereits auf einem fortgeschrittenen Level in Bereichen wie genetische Technologie und Genforschung, was wiederrum neue Herausforderungen mit sich bringt. In diesem Kontext spielen Fragen der Ethik eine große Rolle.

Sind das wichtige Fragen? Sind das alles Illusionen? Haben wir eine Wahl? Mit diesen Schlussworten stellte Schroeder ihren eigenen Input in Frage.

Die anschließende Diskussion wurde von den IT-Salonièren eingeläutet. So wurde schließlich – ganz in der Tradition der Wiener Salons – konstruktiv miteinander diskutiert und über den Abend reflektiert und angeregt diskutiert. Themen wie Wahrscheinlichkeit und Zufall, Kompetition vs. Kooperation, Intelligenz und Empathie standen im Vordergrund. Ebenso wurde der Mensch als Designer von Menschen diskutiert sowie eine Antwort auf die Frage, warum der Mensch ein Ungustl ist, versucht zu finden.

Ein besonderer Dank gilt unserem Kooperationspartner Druck .

Hier sehen Sie die komplette Keynote von Renée Schroeder:

Und hier ein paar ausgewählte Fotos:

Für alle Detailinformationen kontaktieren Sie bitte gerne Birgit Ginzler (TINA Vienna).

Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen und hoffen, Sie erneut zahlreich begrüßen zu dürfen!

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Zielsetzung des Digitalen Salons sowie weitere Informationen zum Veranstaltungsformat.