Hedy Lamarr Preis

Geschrieben von Office DCW am in Frauen in der IT, Projekte

Mit diesem Preis werden Frauen in Österreich für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Bereich der Informationstechnologie ausgezeichnet. Er wird jährlich von der Stadt Wien gemeinsam mit DigitalCity.Wien und Urban Innovation Vienna verliehen. Die Rolle und Bedeutung von Frauen in der IT soll hervorgehoben und gestärkt werden. Die Preisträgerinnen dienen der nächsten Generation als Vorbilder und motivieren  junge Frauen einen Beruf in der IT-Branche zu ergreifen.

Der mit € 10.000,- dotierte Preis wird von der Urban Innovation Vienna gestiftet.

Hedy Lamarr © Image by 272447 from Pixabay

Hedy Lamarr

Der Hollywood-Star Hedy Lamarr galt einst als weltweit schönste Frau. Ihre Rolle als Wissenschaftlerin und ihre Pionierarbeit im Bereich der Mobilfunktechnik ist hingegen kaum gewürdigt worden. Als österreichische Jüdin, die in die USA emigrierte, erfand sie ein störungsgesichertes Fernmeldesystem, das zur Niederlage des Dritten Reiches hätte beitragen können. Sie wurde aber von der amerikanischen Marine abgewiesen – sie solle lieber Küsse gegen Kriegsanleihen verkaufen. Erst kurz vor ihrem Tod wurde ihre Erfindung entdeckt, die als Basis der heutigen Kommunikationstechnik dient: Hedy Lamarr erfand jene Technologien, die Bluetooth und WLAN ermöglichten. 2014 wurde sie posthum in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird der „Tag der Erfinder“ an Hedy Lamarrs Geburtstag, am 9. November gefeiert.

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© David Bohmann

Hedy Lamarr Preis 2019

Preisträgerin: Martina Lindorfer

Die Verleihung des zweiten Hedy Lamarr Preises der Stadt Wien fand am 5. November 2019 im Rahmen der Digital Days 2019 statt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von den Stadträtinnen Veronika Kaup-Hasler und Kathrin Gaal an Prof. Martina Lindorfer vom Institut für Logic and Computation der TU Wien übergeben. Martina Lindorfer untersucht, welche Gefahren im Internet lauern und wie man sich und seine Privatsphäre schützen kann. Viel zu oft sind Gefahren und Sicherheitslücken im Internet, die zu gefährlichem Datendiebstahl führen können nicht offensichtlich. Martina Lindorfer erforscht Methoden zur automatisierten Erkennung und Abwehr von Schadprogrammen auf mobilen Geräten und stellt die Ergebnisse ihrer Arbeit öffentlich zur Verfügung.

In ihrer Danksagung sagte Martina Lindorfer: „Ich fühle mich durch diese Anerkennung in meiner Entscheidung eine Forschungskarriere einzuschlagen bestätigt.“ Sie ist sich der geringen Zahl von Frauen in der IT-Welt bewusst: „Ich hoffe durch meine Rolle als Professorin an der TU Wien mehr Mädchen für das Thema IT-Sicherheit begeistern zu können.“

Hier finden Sie einen Rückblick inkl. Live-Mitschnitt.

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© David Bohmann

Hedy Lamarr Preis 2018

Preisträgerin: Verena Fuchsberger-Staufer

Verena Fuchsberger-Staufer arbeitet im Spannungsfeld zwischen Informatik und Sozialwissenschaften. Sie benutzt für ihre Forschung nicht nur die Informatik, sie arbeitet auch aktiv an der Entwicklung neuer Methoden, die vielfältige Anwendungen in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens finden. Sie schafft es, den Spagat zwischen Grundlagenforschung und der konkreten potentiellen Anwendung sehr beeindruckend darzulegen.

Mit dem Preis wurden ihre außergewöhnlichen Leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie ausgezeichnet. Auch Hedy Lamarrs Sohn, Anthony Loder, der bereits zwei Tage davor bei einem exklusiven Kamingespräch persönliche Einblicke aus dem Leben seiner Mutter teilte, war bei der Preisübergabe dabei.

Die Verleihung des ersten Hedy Lamarr Preises der Stadt Wien fand am 4. Oktober 2018 um 16:00 Uhr im Rahmen des feierlichen Abschlusses der DigitalDays2018 statt. Der Preis wurde von den Stadträtinnen Veronika Kaup-Hasler und Kathrin Gaal an die Salzburger Forscherin Dr. Verena Fuchsberger-Staufer übergeben, die den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte, da sie sich in Mutterschutz befand und nur Stunden vor der Verleihung ein Mädchen zur Welt brachte.

Medienecho zur erstmaligen Verleihung des Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien:

© David Bohmann